Interview Lea (SVE YMCA Revuca 2017-2018)

Kannst du dich vorstellen?

Ich bin Lea, 18 Jahre alt und komme aus Wetzlar, einer Kleinstadt in der Mitte Deutschlands.

Was hast du vor dem Freiwilligendienst gemacht ?

Im Juni 2017 habe ich das Abitur am Gymnasium abgeschlossen.

Warum hast du dich für einen Freiwilligendienst beworben ?

Schon seit vielen Jahren hatte ich den Plan, nach der Schule für ein Jahr ins Ausland zu gehen. Zentral war dabei die Motivation, eine neue Kultur, Sprache und Menschen kennenzulernen, persönlich zu wachsen, Selbstständigkeit und Verantwortung zu übernehmen und mich sozial zu engagieren. Innerhalb des letzten Jahres habe ich mich dann entschieden, einen Freiwilligendienst in Osteuropa zu absolvieren, da mich die hiesige Kultur interessierten und die Verhältnisse in starken Kontrast zu den mir bekannten stehen.

Was sind deine Aufgaben ?

Ich arbeite in einem Center, das insbesondere für Roma-Kinder ein Ort sein soll, an dem sie Beschäftigung, Zuneigung und Unterstützung finden.
Dort bieten wie unterschiedliche Aktivitäten wie Dancing, Singing, Art Time oder Football an, die wir Freiwilligen planen, gestalten und leiten. Außerdem fallen auch Aufgaben zur Instandhaltung des Centers an und ich gebe in der Schule Jelšavas Lehrerinnen Deutschunterricht.

Kannst du von deiner Stadt und dem Land erzählen?

Jelšava ist ein kleines Städtchen in der Ostslowakei. Ein großer Teil der Bevölkerung sind Roma. Diese Region gehört zu den ärmsten in der Slowakei und die Bedingungen, unter denen die Roma hier leben, sind für uns als Westeuropäer kaum vorstellbar. Aber die Einfachheit und Unperfektheit hier sind für mich auch einen gewissen Charme aus und ich laufe gerne durch die ruhigen Straßen, wenn über den kleinen oftmals zerfallenen Häuschen der Rauch aufsteigt.

Was war das Schwierigstes am Anfang ?

Die Sprachbarriere empfinde ich am Anfang als eine der größten Schwierigkeiten. Und auch die Konfrontation mit den soviel schlechteren und problematischen Verhältnissen hier im Gegensatz zu den eigenen, kann für mich eine Herausforderung darstellen. Schon nach einem Monat habe ich eine ganz neue Sicht auf die Lebensart und Lebensverhältnisse in Deutschland entwickelt.

Was erwartest du von deinem Freiwilligendienst ?

Ich erhoffe mir, in diesem Jahr viele wertvolle Erfahrungen zu sammeln, unterschiedlichste Menschen kennenzulernen, meine Fähigkeiten in der Arbeit mit Kindern zu erweitern und mich besser in die Menschen und das Leben, das sie hier führen, hineinversetzen zu können.

Hast du eine Anekdote zu teilen ?

Am meisten gelacht habe ich hier bisher, als Thibault bei einem Spiel im Center versehentlich einem Kind mt ordentlich Schwung einen Plastik Kegel gegen den Kopf gehauen hat.

Noch einen Rat für die Leute die Interesse haben ?

An jeden, der sich für einen Freiwilligendienst interessiert: Habe den Mut und mach das, wo und was auch immer . Die Erfahrungen, die du dabei sammelst, werden sicher dein leben lang eine unbezahlbare Bereicherung sein!

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